Lagertechnik
Seit 2003 ist in der Apotheke ein Kommissionierautomat der Firma Apostore im Einsatz. Zwei simultan arbeitende Handhabungsgeräte auf jeweils eigenen Fahrschienen bewältigen in der gleichen Zeit mehr Kommissionieraufgaben als ein einzelnes. Da jedes Handhabungsgerät auf jeweils jeden Lagerplatz der beiden Regalhälften zugreifen kann, wird die Betriebssicherheit erhöht und ist der Betrieb der Anlage auch bei Ausfall eines Handhabungsgerätes noch gewährleistet. Die HV-Plätze werden über bewährte Fördertechniksysteme wie Rutschen und Gurtförderer versorgt.
Medikamenteneinlagerung
Die tägliche Medikamenteneinlagerung in den Kommissionierautomaten kann schon nach kurzer Anlernzeit bequem von Apothekenmitarbeiter/-innen durchgeführt werden. Über einen Barcode-Leser wird dem System die PZN (Pharmazentralnummer) des einzulagernden Medikaments mitgeteilt. Danach wird die Verpackung auf das Einlagerband gelegt, das sie dem Umsetzer des Automaten zuführt. Der Umsetzer vermisst die Größe der Verpackung und transportiert sie auf das Stauband im Inneren des Automaten.
In den Automaten
Über den Umsetzer werden die vom Mitarbeiter auf dem Einlagerband abgelegten Medikamente auf das Stauband im Inneren des Automaten transportiert. Dabei wird die Größe jeder Verpackung vermessen und somit sichergestellt, dass gewisse Normen eingehalten werden. Das System merkt sich Verpackungsgrößen und erkennt wenn die eingescannte PZN nicht mit der aufgelegten Verpackung übereinstimmt. Ist alles in Ordnung, verweilt das Arzneimittel bis zu seiner endgültigen Einlagerung durch einen der beiden Roboterarme auf dem langen Stauband. Somit wird gewährleistet, dass ein Mitarbeiter unterbrechungsfrei einlagern kann, obwohl der Automat mit Arbeiten höherer Priorität, wie z.B. Auslagerung, beschäftigt ist.
Die Greifarme des Automaten
Um eine durchweg hohe Ein- und Auslagerungsgeschwindigkeit zu erreichen, ist der Automat mit zwei Robotergreifarmen ausgestattet. Jeder Roboter heißt in der Fachsprache "Handhabungsgerät (HHG)" und der Greifmechanismus im Speziellen "Lastaufnahmemittel (LAM)" Beide Arme arbeiten unabhängig voneinander. Damit Sie nicht kolliedieren, ist in die Hardware ein leistungsfähiger Kontrollmechanismus eingebaut.
Das Stauband
Ist der Automat gerade nicht mit der Auslagerung von Medikamenten beschäftigt, werden auf dem Stauband liegende Verpackungen eingelagert. Sollte ein auf dem Stauband liegendes Medikament vor seiner endgültigen Einlagerung schon wieder für die Auslagerung bestimmt werden, so ist dies ohne Problem möglich. Ein Greifarm nimmt es und befördert es direkt zu einer Ausgabestelle.
Die Auslagerung
In den Regalen des Automaten bis zu vier Packungen hintereinander abgelegt werden. Diese werden so plaziert, dass die hinterste Packung auch immer die Breiteste ist und die Vorderste die Schmalste. Wird nun die hinterste Verpackung für die Auslagerung angefordert, greift das Lastaufnahmemittel (LAM) einfach alle vier Packungen und zieht sie auf seinen Schlitten. Die nun äußerste Verpackung wird zum angegebenen Ausgabepunkt befördert, die drei verbleibenden Packungen werden wieder einsortiert.


